7. März 2017

3 Dinge, die früher wirklich besser waren

"Früher war alles besser!" Diese Aussage begleitet sehr viele Menschen durch ihr Leben. Denn wir können eines am besten und das ist meckern. Und wenn man mal darüber nachdenkt, dann wird man schnell feststellen, dass früher (Welche Zeit das auch immer definieren soll...) nicht alles besser war. Früher ist für mich so ungefähr die Zeit vor meinem 20. Geburtstag. Und seitdem hat sich für mich vieles verbessert. Zum Beispiel gibt es heute viel schönere Mode für alle, die keine Einheitsgröße tragen. Unsere Gesellschaft ist ein kleines bisschen toleranter und offener geworden. 

Aber es ist tatsächlich nicht alles besser geworden. Daher dreht sich der heutige Post um drei Dinge, die für mich früher viel besser waren als heute.


1. Computerspiele
In Sachen Computerspiele hat sich ja technisch einiges getan. Das macht aber die Spiele an sich nicht besser. Wie habe ich Game Boy und Nintendo 64 geliebt, die neueren Konsolen und Spiele können da alle nicht mithalten. Die Spiele wirken oft inhaltsleer und lieblos. Es geht einfach nur noch um Grafik und irgendwelche technischen Spielereien. Dabei vergessen die Spieleentwickler aber häufig, dass ein Spiel eine Seele haben muss. Die Seele, wo ist sie hin?? 😒 Ich rede (schreibe!) hier übrigens von Spielen wie Pokémon rot/blau, Tetris, Super Mario und Co. Die einzige gute neue Spielereihe, die man auf einer Konsole spielen kann, ist Disgaea und ich bin zu geizig um mir die neue Nintendo-Konsole zu kaufen..

2. Manga und Anime
Hier verhält es sich genauso wie mit den Computerspielen, die große Zeit ist schon lang vorbei. Vor allem im deutschsprachigen Raum wird zu viel lebloser Blödsinn herausgebracht. Echte Schätze gibt es kaum noch und wenn, dann werden die Serien von irgendwelchen Fangirls totgeliebt. Und ja, Fangirls sind auch nicht grad die beste Erfindung des letzten Jahrtausends gewesen. Aber das ist eine andere Geschichte...

3. Buchhandlungen
Wo sind eigentlich all die Buchhandlungen mit den Holzregalen, die bis unters Dach mit Büchern vollgestopft waren, hin? Wo sind die Buchhändler? Erlernt denn keiner mehr diesen Beruf? Haben die großen Ketten es schon geschafft, den Liebhaberbuchhandel kaputt zu machen? Wo sind die ganzen gemütlichen kleinen Buchläden hin, wo man sich in Bücher eingraben konnte und wo der Buchhändler tatsächlich selbst gern gelesen hat?

So, das ist genug Gemecker für heute. Aber das musste mal raus. Meinungen, Kritik und Hate bitte in die Kommentare! 😝

3. Februar 2017

Frohes neues Jahr! Ein kleiner Rückblick und meine Vorsätze für 2017

Hallo meine Lieben,

ich wünsche Euch, recht spät aber doch, ein frohes, schönes, erfolgreiches, lustiges und geistreiches neues Jahr! Möge die Macht mit uns sein und der SUB nie enden!

Das Jahr ist noch frisch, das alte scheint noch greifbar. Was hat sich denn 2016 so bei mir getan? So einiges... Ich habe den Parzival gelesen, eine Geschichte, die mich nachhaltig sehr beeindruckt hat. Ich habe (für meine Verhältnisse) viel gebloggt. Anfang Oktober habe ich meine erste Bachelorarbeit eingereicht.
Aber das Jahr war nicht nur positiv. Imre Kertész ist letztes Jahr gestorben. Er war nicht nur Literaturnobelpreisträger, sondern er hat auch den Roman geschrieben, der mich die letzten Jahre nicht mehr losgelassen hat, nämlich den Roman eines Schicksallosen. Zugleich war er auch einer der letzten Holocaust-Zeitzeugen. Ich habe ihn zwar nie kennengelernt, trotzdem kann ich sagen, dass die Welt mit ihm einen wichtigen Menschen verloren hat. Und daher möchte ich immer wieder schreiben: Lest seine Werke, die werden euch beeindrucken!
Außerdem quäle ich mich jetzt schon seit drei Monaten mit Augenproblemen herum. Kein Brillenglas scheint für mich das Richtige zu sein. Ich habe das Gefühl, 30 IQ-Punkte verloren zu haben (Wo die sich wohl rumtreiben?), habe ständig Kopfschmerzen und Nackenverspannungen und kann nicht mehr lange lesen. Ich hoffe, dass es bald besser wird, denn ohne regelmäßigen Buchkonsum werde ich nie mehr ein kompletter Mensch werden...

Nun sind wir auch schon im Jahr 2017 angekommen. Und da ich nicht im Negativen verweilen will, habe ich mir ein paar Vorsätze für dieses Jahr vorgenommen. Und hier kommen sie, meine guten Vorsätze für 2017:

1. Mehr lesen.
Da ich drei Monate Leseflaute hinter mir habe, merke ich, dass ich das private Lesen extrem vermisse. Ich möchte wieder Spaß am Lesen haben, in Geschichten eintauchen und stundenlang träumen.

2. Regelmäßig bloggen
Ich bin kein nennenswerter Blogger, habe sicher kaum Leser. Aber das interessiert mich gar nicht wirklich. Ich blogge gern und möchte den Blog fortführen. Und auch so, wie ich es für richtig halte, und nicht so, wie andere es gern hätten.

3. Positiver denken
Manchmal schaffen es kleine Dinger einen komplett aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ein gerissener Schnürsenkel, ein unfreundlicher Fremder auf der Straße, die Greenpeace-Typen in der Innenstadt... Dabei sollte das gar nicht passieren, dass mich kleine Dinge oder fremde Menschen wütend machen. Das ist es doch gar nicht wert. Ich will mich mehr auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren 💑👫😺.

4. Öfter meine Meinung sagen
Das scheint im ersten Moment nicht zum Punkt 3 zu passen. Tut es aber doch. Wie oft schlucke ich meine Meinung runter, um keinen Stress mit anderen zu haben. Und dann frisst man das tagelang in sich rein. Da ist es besser es gleich zu sagen, denn dann fühlt man sich viel befreiter und hat weniger seelischen Ballast.

5. Regelmäßig Sport treiben und mich gesund ernähren
Das ist ja der Klassiker schlechthin. Aber ich habe bereits Ende letzten Jahres damit angefangen, regelmäßig Sport zu treiben. Es scheint also kein so unrealistischer Vorsatz zu sein!

6. Meine Fremdsprachenkenntnisse erweitern
Englisch und Türkisch, jawoll!

So, das war´s auch schon für heute. Ich wünsche euch ein angenehmes Wochenende und gemütliche Lesestunden!

6. Januar 2017

Mini-Rezension | Christian Grawe – Jane Austen (Reclam 100 Seiten)

Jane Austen
Christian Grawe

Dieses allerliebste Büchlein hat mir der Nikolaus gebracht. Der Name ist Programm: Es hat ganz genau 100 Seiten Text. Es ist aus der 100-Seiten-Reihe von Reclam und dazu auch noch mein erstes Büchlein aus dieser Reihe. Der Autor und Übersetzer Christian Grawe gibt dem Leser einen überraschend sorgfältigen Einblick in die Welt einer der bekanntesten britischen Schriftstellerinnen.



Dieses Büchlein hat mich Ende letzten Jahres tatsächlich zurück ins Leben eines Dauerlesers geführt. Denn das letzte Jahr war für mich persönlich sehr schwierig, ich habe bis jetzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Diese Probleme haben mich doch tatsächlich über einen langen Zeitraum vom entspannten Lesen abgehalten. Echte Bücherwürmer wissen, dass das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Aber dieses wirklich sehr gute Büchlein hat mir gezeigt, dass ich es doch noch schaffen kann, ein Buch zu lesen. Und daher will ich nicht länger herumheulen, sondern lieber mit der Rezension beginnen! 💜

Christian Grawe ist nicht nur irgendein Germanist, er ist DER deutsche Jane Austen-Übersetzer. Und als solcher hat er sich lang mit dieser weltbekannten Frau beschäftigt.
An diesem Buch können sowohl Austen-Neulinge als auch verschworene Austen-Liebhaber Gefallen finden. Man erfährt vieles über das Leben Jane Austens. Wo sie gelebt hat, in welchen Kreisen sie verkehrte, wie sie aussah, was sie alles schrieb und sogar wer ihre Feinde waren (Zu meiner Bestürzung ist auch Charlotte Brontë darunter!). Jane Austen ist nicht einfach irgendeine verstorbene Schriftstellerin. Sie und ihr Werk sind zu einer Institution geworden. Es gibt Austen-Verfilmungen, Austen-Liebhaber, Austen-Museen, Austen-Reisen und vieles mehr. Selbst, wenn man nicht vor hat jemals eines ihrer Werke zu lesen, kann einen dieses Buch bereichern. Denn für viele ist sie DIE Schriftstellerin schlechthin und da kann es nie schaden, sich mit ihr zu beschäftigen.
Am Ende gibt Grawe noch eine Empfehlung ab, in welcher Reihenfolge Neulinge die Werke lesen sollten, um Anschluss an Austens Werk zu bekommen. Hier stimme ich ihm nicht wirklich zu, wahrscheinlich deshalb, weil ich ihre Werke in einer anderen Reihenfolge gelesen habe (Und weil ich Emma nicht als so herausragend empfunden habe...). Meiner Meinung nach sollte man sich das Herzstück ihrer Romane, Stolz und Vorurteil, bis zum Schluss aufbehalten, um die Lektüre am würdigsten abzuschließen. Aber diese Entscheidung sollte jeder für sich selbst treffen. Jeder ihrer Romane ist auf jeden Fall die Lektüre mehr als Wert.

24. Dezember 2016

Adventskalender | #24 – Frohe Weihnachten!

Liebe Leser und Freunde,

ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen. Vergesst nicht, die Feiertage zum Entspannen zu nutzen, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt.



Liebe Grüße
Eure Lady

23. Dezember 2016

Adventskalender | #23 – Gedankengemoppel 2 – Die Anderen

Was macht einen guten Autor aus? Unter anderem die Gabe, sich in seine Figuren hineinversetzen zu können. Andere Menschen wahrzunehmen, auch wenn sie gar nicht existieren, ist eine wunderbare menschliche Eigenschaft. Und ich bin mir sicher, dass das man das trainieren kann! Versucht doch mal, an eine Streitsituation aus diesem Jahr zu denken und versucht dann, durch Nachdenken herauszufinden, wie die andere Person sich bei diesem Streit gefühlt haben muss. Was hat sie gedacht? Was waren ihre oder seine Prioritäten? Wie geht es der Person heute damit?

Ihr werdet sehen, dass es sich lohnen kann, wenn man auch mal den Standpunkt wechselt. Denn schließlich sind wir alle Menschen und die großen Konflikte lassen sich nie befriedigend mit Waffengewalt lösen. Man kann Konflikte sogar schon lösen, bevor sie entstehen!